Retouchings

Hanna Berger: Retouchings (Wien-Premiere)
Premiere: Sonntag, 5.Oktober, 20h
Weitere Aufführungen: 6. und 7. Oktober
Choreografien: Hanna Berger - Manfred Aichinger, Nikolaus Adler, Bernd R. Bienert, Rose Breuss und Willi Dorner
Mit: Martina Haager, Anna Nowak, Esther Koller, Karin Steinbrugger, Kun-Chen Shih, Ottilie Mitterhuber
Musik: Karlheinz Essl, Jay Schwartz, Krassimir Sterev (live), Claude Debussy, Vincenzo Bellini
Zwischenmusik: Franz Hautzinger Licht: Peter Thalhamer in Zusammenarbeit mit den Choreografen
Künstlerische Leitung: Andrea Amort
Die Wiener Tanzspezialistin Andrea Amort recherchiert seit einigen Jahren Biografie und Werk der vom NS-Regime verfemten Tänzerin und Choreografin Hanna Berger (Wien 1910 – Berlin-Ost 1962). Das interdisziplinäre Projekt beinhaltet neben einer Buch-Publikation das Aufführungs-Projekt Hanna Berger: Retouchings. Auf Grund des Körper- und Kopfgedächtnisses der ehemaligen Berger-Tänzerin Ottilie Mitterhuber konnten zwei Solo-Tänze wiederhergestellt werden. Das Bewegungsvokabular wurde mittels Labanotation schriftlich fixiert und von fünf zeitgenössischen ChoreografInnen als Quelle für Neukreationen verwendet.
Aus den Beiträgen von Bernd R. Bienert, Manfred Aichinger, Rose Breuss, Nikolaus Adler und Willi Dorner ist ein Abend entstanden, der Hanna Bergers Werk reflektiert. Unter den TänzerInnen ist Esther Koller, die seit einigen Jahren Bergers Soli Die Unbekannte aus der Seine und Mimose bei ausgewählten Abenden, die im Zeichen von Berger standen, getanzt hat. Das Solo Die Unbekannte aus der Seine wurde als Rekonstruktion erstmals 1995 im Posthof Linz im Rahmen der Produktion Tänze der Verfemten von Esther Linley in Kooperation mit der Anton Bruckner Privatuniversität Linz aufgeführt.
Die Produktion kam 2006 im Festspielhaus St.Pölten heraus, wurde von der Süddeutschen Zeitung ausführlich besprochen und lief erfolgreich beim Beyond the Waltz-Festival des Austrian Cultural Forum in Washington DC. Zuletzt wurde die Produktion im März 2008 als Österreich-Beitrag beim Festival TanzWelten am Staatstheater Braunschweig gezeigt.