Das fremde Mädchen

Das fremde Mädchen (Wiesenthal-Tänze, Premiere)
zugeeignet Grete Wiesenthal
Premiere: Dienstag, 14. Oktober, 20h
Weitere Aufführungen: 15. und 16. Oktober
Sphäroide
Choreografie: Rose Breuss
Musik: Franz Hautzinger
Tanz: Nora Elberfeld, Maria Kuchowicz, Anna Lis
TrompeterInnen: Franz Hautzinger, Maria Grasser, Bernhard Bär, Normen Handrow, Klaus
Ganglmayer, Hubert Huemerlehner
Tubist: Thomas Brunmayr
Eine Kooperation mit dem IDA-Institut (Leitung: Rose Breuss) und dem Institut für Blechblasinstrumente (Leitung: Bernhard Bär) der Anton Bruckner Privatuniversität Linz und dem Festival Berührungen.
Die Sphären des Kopfes, seiner Einbildungen und Launen, ergeben die Formeln für ein Tanztrio, das sich an den Überlieferungen der Grete Wiesenthal entzündet. Zu unserem Stück passt, was Rainer Maria Rilke über Wiesenthal etwas umständlich schrieb: „... oft bricht in eine leistende Entfaltung das Schicksal ein – des Blutes stilles Gift ...“ Grete Wiesenthal aber sagt zum Kopf, der tanzt, „... und das Sausen in den Ohren, man hört in sich hinein, als ob man selbst eine Muschel wäre ... bei Gott nicht leicht, das Menschenantlitz in sich aufzudecken.“
Rose Breuss
Die Uraufführung fand im Rahmen der „Hommage an Grete Wiesenthal“ am 22. Juni 2008 beim Festival österreich tanzt im Festspielhaus St. Pölten statt.
Pause
Das fremde Mädchen
Regie: Fanny Brunner
unter Verwendung von Tänzen von Grete Wiesenthal
Schauspiel: Katrin Grumeth
Tanz: Esther Koller und Julia Mach; Cäcilia Färber, Laura Fischer, Katharina Holzweber, Nikoletta Korkos, Lisa Liendl, Mirjana Srot
Klavier: Volker Nemmer
Flöte: Markus Lorenz
Einstudierung der Tänze: Erika Kniza-Tron und Vilma Kostka-Langer
Künstlerische Beratung bei der Einstudierung der Tänze: Gerlinde Dill
Proben und Vorbereitung der Tänze: Monika Riedmann
Eine Kooperation mit den Tanzabteilungen (Leitung: Nikolaus Selimov) und der Abteilung Blasinstrumente und Schlagwerk (Leitung: Arno Steinwider-Johannsen) der Konservatorium Wien Privatuniversität sowie dem Festival österreich tanzt 2008 am Festspielhaus St. Pölten und dem Festival Berührungen.
Textentwurf: „Das fremde Mädchen“ nach der gleichnamigen Pantomime von Hugo von Hofmannsthal
Auszug: „Ein Bar-Tisch mit ein paar Flaschen - da sitzt ein junger Mann mit seiner Freundin, sein Blick ist starr auf einen schmutzigen geflickten Vorhang gerichtet, dort soll das fremde Mädchen hervorkommen, um dessen willen ist er hergekommen. Und endlich kommt das Mädchen und tanzt für ihn. Da ist er zufrieden und genießt den Zauber ihres Geheimnisses. Er könnte sie immerfort so tanzen sehen, aber sie wird schwach und bleich, da packt ein altes Weib sie derb und gibt ihr schnell aus einer Flasche Fusel zu trinken, da kann sie wieder weiter und wirft ihre Glieder sehnlicher als zuvor.“
Walzer und Revolte; Keuschheit und Eros; Jugend, Tod und Ewigkeit – ein szenischer Versuch über das Lächeln der Grete Wiesenthal und ihren zutiefst wienerischen Kampf in die Freiheit.
Fanny Brunner